Das Reich zweier Könige – Königsbünde im Detail

In unserem kürzlich erschienen Artikel über die Änderungen an den Herzog- und Schatzkammer-Slots haben wir bereits einige Spielbalance-Modifikationen in Vorbereitung auf das Königsbünde-Feature beschrieben, die auch bereits auf den aktuellen Spielwelten aktiv sind – mit dem Versprechen, bald mehr Details zu liefern. Und hier sind sie!

Da das Feature gerade in Entwicklung ist, könnten sich noch einige Details verändern falls wir auf unvorhergesehene Schwierigkeiten treffen. Im Großen und Ganzen hoffen wir aber, dass das Feature bald exakt wie hier beschrieben auch auf den Welten ankommen wird.

Der Königsbund

  • Zwei Königreiche werden sich – einmalig! – zum Einem vereinigen können.
  • Das bedeutet, das in der Siegpunkte-Highscore höherrangige Königreich wird…
    • einen zusätzlichen Vizekönig-Slot und zwei zusätzliche Herzog-Slots erhalten.
    • alle Mitglieder des niederrangigen Königreichs aufnehmen. Dessen König wird Vizekönig, die Herzöge bleiben Herzöge.

Hört sich toll an? Wie immer gibt es einen Haken:
Der “Preis” der Verdoppelung der Anführer ist, dass das frisch vereinigte Königreich weder den König noch den Vizekönig jemals wieder loswird. Im Umkehrschluss kann weder der König noch der Vizekönig das Königreich verlassen – für die gesamte verbleibende Dauer der Spielwelt.

Es gibt keine Möglichkeit zum Abdanken mehr, noch kann das Königreich aufgelöst werden.
Sollte einer der Könige durch das freundliche Winken feindlicher Katapulte aus der Spielwelt herauskomplimentiert werden, bleibt sein Posten unbesetzt. Falls beide Könige überwältigt werden, hört ihr Königreich ohne Nachfolge schlicht auf zu existieren.

Ein vereinigtes Königreich mag doppelt so mächtig sein, aber seine Anführer müssen sich auch verpflichten, diese Macht für die gesamte verbleibende Dauer der Spielwelt zum Wohl der größeren Gruppe einzusetzen. Überlaufen ist keine Option mehr. Schlussendlich sollte Kingdoms ein Spiel über Gemeinschaft und Kriegsstrategie sein, und weniger über egoistische Ränkespiele. Insbesondere Anführer sollten mit ihren Gefolgsleute um den Sieg kämpfen, anstatt bei der erstbesten Gelegenheit in ein anderes Team überzulaufen.

Die Vereinigung zweier Königreiche

  • Zwei benachbarte Königreiche können sich bei Übereinkunft ihrer Könige vereinen, wenn beide Reiche bereits für mindestens 30 Tage bestehen.
  • Zwei Königreiche gelten als “benachbart”, wenn sich die Territorien um die Hauptstädte der Könige berühren.
  • Eine Übereinkunft der Könige wird erreicht, indem eine der Parteien dem geeigneten Partner eine Einladung zum Königsbund schickt, und der Partner dieser zustimmt.

Durch den hohen Preis für jeden zusätzlichen Schatzkammer-Slot und das damit verbundene Gebiet seit der kürzlich erfolgten Spielbalance-Überarbeitung, solltet Ihr nun zweimal überlegen bevor Ihr euch wie die Vandalen verhaltet und nur brennende Dörfer in eurem Einzugsgebiet verbleiben.
Entweder eure frühen Raubzüge bringen euch so fette Beute ein dass sie die hohen Schatzkammer-Level finanzieren können – was im frühen Spiel eher unwahrscheinlich ist – oder Ihr werdet euer Gebiet weder aus eigener Kraft erweitern können, noch einen geeigneten Partner für einen Königsbund finden mangels willigen Nachbarn.
Jedes Königreich, das sich in diese Zwickmühle begibt, wird sich später unweigerlich von weitaus überlegenen vereinigten Königreichen umringt sehen, mit mehr Territorium, Reichtum und Mitgliedern – die einfach nur etwas geschickter in der Diplomatie waren.

Einfach einen eigenen Gouverneur auf die schnelle ein eigenes Königreich gründen zu lassen um dennoch einen Partner zu haben ist auch kaum möglich, da die fortgesetzte Existenz beider Partner für mindestens 30-Tage eine Vorbedingung für den Königsbund ist – was nebenbei auch sicherstellt, dass die Fähigkeiten der jeweiligen Anführer es einem Königreich auch ermöglichen, für längere Zeit fort zu existieren.

Was wir hoffen damit zu erreichen

Wir hoffen dass dieses Feature die Herstellung diplomatischer Beziehungen zu umgebenden Königreichen im frühen Spiel fördert.
Auch wenn zwei Königreiche Schlussendlich keinen Königsbund schließen, werden sich andere strategisch überlebenswichtige Informationen aus dem Partnerfinde-Prozess ergeben, ob dies nun Übereinkünfte sind oder die schlichte Unvermeidlichkeit eines kommenden Konflikts.

Wir hoffen dass der erhöhte Preis von Schatzkammerslots die territoriale Expansion von Königreichen eindämmt, so dass riesige Königreiche, unberührbar schlicht durch die Zeit die für die Durchquerung ihres Territoriums und die weite Streuung ihres Besitzes, eine wahrhaft außergewöhnliche Errungenschaft sein werden.

Wir hoffen dass eng verbundene Spielergruppen, durch das Überleben der ersten Wochen geformt und gehärtet, nicht länger zwischen mehreren Nachbarkönigreichen zerrissen werden, sondern sich in Gänze mit einem Nachbarn vereinen können.

Wir hoffen dass die kleineren Königreiche und die Suche nach einem Partner für den Königsbund dafür sorgt, dass eine Vielzahl Königreiche die frühe Spielphase überleben, und dass – sobald die Ambitionen bereits vereinter Königreiche aufeinandertreffen und weitere freundliche Vereinigungen nicht mehr möglich sind – die territoriale Expansion die durch die Vereinigung ausgelöst wird neue Konflikte und Spannungen in die Spielmitte weiterträgt.

Und nicht zuletzt hoffen wir, dass Ihr einen Riesenspaß haben werdet es auszuprobieren, sobald wir das Feature in den kürzlich gestarteten Welten ausrollen, und dass Ihr uns mit Kommentaren und Verbesserungsvorschlägen überhäuft.

Euer Travian Kingdoms Team

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