Anfängerleitfaden Kapitel 2 – Die obersten Direktiven

Rüste dich für den Krieg. Wähle deine Schlachten. Häufe nichts an. Einfache Regeln bilden das Fundament jeder starken Strategie und werden dich anleiten, wenn du dich auf deiner Entdeckungsreise neuen Herausforderungen stellen musst.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie, die Neueinsteigern helfen soll, die Welt von Kingdoms zu erkunden. Für diese Serie nehmen wir an, dass du das Tutorial durchgespielt und dabei die Rolle eines Statthalters gewählt hast.

Im vorherigen Kapitel hast du bereits die längerfristigen Spielziele kennengelernt.


Es mag vielleicht ungewöhnlich erscheinen, mit „Ui, willkommen im Spiel – schön, dass du mitspielst! JETZT RÜSTE DICH FÜR DEN KRIEG!“ einen Anfängerleitfaden einzuleiten, was nicht gerade eine freundliche Begrüßung zu sein scheint, oder?
Aber wir gehen mal davon aus, dass du dies gerade liest, um zu lernen, wie du in diesem Spiel überlebst und gedeihst – und in Kingdoms wirst du dich eher früher als später im Zentrum des Sturms wiederfinden. Daher ist es überlebenswichtig, die Ziele deines Spiels zu kennen, dir deiner Strategie, dem Sinn und Zweck hinter deinen Handlungen im Klaren zu sein und darauf hinzuarbeiten. Und dieser Sinn besteht nicht darin, sich nur an endlos wachsenden Stufen und Attributen zu erfreuen!

Lass uns daher nun die drei grundlegenden Regeln diskutieren, die uns in Zeiten der Unsicherheit anleiten sollten:

1. Rüste dich für den Krieg

Weil Kingdoms ein strategisches Kriegsspiel ist und der Sieger auf dem Schlachtfeld bestimmt wird, besteht der wichtigste Wachstumspfad darin, ein stärkeres Militär als deine Gegner zu unterhalten. Behalte Folgendes stets im Hinterkopf: Deine Armeen sind dein wichtigster Aktivposten im Spiel – deine Dörfer stellen nur die notwendige Infrastruktur, um das Wachstum deiner Armeen aufrechtzuerhalten.
Natürlich wirst du deshalb auch deine Dörfer ausbauen, aber du solltest trotzdem unablässig darauf achten, bei der Investition von Rohstoffen das ultimative Ziel im Blick zu behalten – am Ende ein Heer zu besitzen, das deine Gegner besiegen kann.

2. Wähle deine Schlachten

Um ein stetiges Wachstum aufrechtzuerhalten, ist es wichtig seine Schlachten weise zu wählen.
Es ergibt keinen Sinn, deine Infrastruktur zu verteidigen wenn dies dein Hauptziel gefährdet – deine militärische Macht auszubauen.
Egal ob du eher Angreifer oder Verteidiger spielst – dein Ziel ist es, deine Feinde zu zerschmettern.

Als Verteidiger lässt du die Feinde zu dir oder deinen Verbündeten kommen, um dort von dir zerschmettert zu werden, als Angreifer bewegst du dich zum Feind.

Es mag sehr mutig erscheinen, standhaft im Angesicht eines überlegenen Gegners zu bleiben, aber Mut führt selten zum Sieg. Wenn deine Streitkräfte zerschlagen werden, hast du mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit das Spiel verloren. Du kannst einem Feind nicht beibringen, dich in Ruhe zu lassen, indem du jedes Mittel, das du gegen ihn in der Hand hast, einfach so opferst. Wenn ein Gegner hohe Verluste erleidet, bedeutet das einzig und allein, dass er dich umso öfter ausrauben muss, um seine Verluste auszugleichen.

Insbesondere deutlich stärkere Gegner werden ihre Verluste kaum spüren, während du alles verlierst, was du besitzt.

Nette Verteidigung, Sam! Dein Gegner mag mehr Rohstoffe verloren haben, als er erbeutet hat, aber mit welchen Truppen willst du dich jetzt verteidigen, wenn er einfach wiederkommt, um seine Verluste auszugleichen?

Also musst du sicherstellen, dass du nur an einem Ort und zu einer Zeit kämpfst, in der die Situation zu deinem Vorteil ist, und Kämpfe vermeiden, die du nicht gewinnen kannst.

3. Häufe nichts an (außer Truppen!)

Es ist niemals klug Rohstoffe anzuhäufen, bis deine Lagerhäuser überlaufen. Dadurch wirst du nur besonders anfällig sein, Rohstoffe durch Mangel an Speicherplatz und Plünderung zu verlieren.

Es gibt allerdings zwei Einkommensquellen, die Rohstoffe in großer Menge bereitstellen und selbige auch unbegrenzt und sicher speichern können:

  1. Questbelohnungen. Technisch gesehen musst du ja nicht sofort alle einsammeln …
  2. Diebesgut, das du aus Räuberverstecken und -lagern zurückgebracht hast. In deinem Inventar ist dieses dauerhaft sicher aufbewahrt.

So mag es dir vielleicht schlau erscheinen, Belohnungen und Diebesgut anzusparen, bis du einmal schlechteren Zeiten entgegensiehst. Ist es aber nicht – das wird nur schnell zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Alles, was du hortest, ist nur eine ungenutzte Gelegenheit, mit deinen Gegnern mitzuhalten und sie zu besiegen. Wenn du nicht jeden nur verfügbaren Vorteil ausnutzt, werden dich die schlechten Zeiten unvermeidbar treffen, und der Notfallvorrat wird auch nicht helfen, denn die Rohstoffe zur Wiederbeschaffung von Dingen auszugeben, die du von vornherein niemals hättest verlieren müssen, ist die wahre Verschwendung.

Dies sind drei einfache Regeln. Und Tausende anderer Spieler werden versuchen zu verhindern, dass du sie anwendest. Deine Instinkte sagen dir zu kämpfen anstatt auszuweichen, zu horten anstatt auszugeben, zu hoffen anstatt dich aufs Schlimmste vorzubereiten.

Wie du die Oberhand behältst, behandeln wir im nächsten Kapitel.
Ab Samstag, den 17. Februar 2018 geht es hier zu Kapitel 3: Beschleunige deine Infrastruktur.

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